EFH in Sempach
Durch und durch hölzerne Bauskulptur
Der Bau steht selbstbewusst am Rand des historischen Städtchens Sempach. Der Holzbau bildet eine zeitgemässe Ergänzung in einer Reihe von Gebäuden aus unterschiedlichen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Das Volumen ist schlicht und raffiniert. Es fügt sich gekonnt in den bestehenden Kontext ein, wirkt zurückhaltend, trotz seiner Einzigartigkeit.
Die Fassaden sind stellenweise geknickt. Die Brüstung der Dachterrasse ist der dem Lärm zugewandten Seite nach oben gezogen und gegen Süden und Westen tiefer gehalten um die traumhafte Aussicht zu gewähren. Diese Form führt zu einer klar definierten Orientierung. Die Umgebung wird bewusst hereingeholt oder ausgegrenzt.
Das Gebäude wurde als vorfabrizierter Holzbau im Minergiestandard konzipiert, deren statische Machbarkeit aufs Äusserste ausgereizt mit den grossen Fensterbändern und dem Balkon, der asymmetrisch nur auf einer Konsole ruht. Das Volumen steht auf einem Streifenfundament und ist als konsequenter Trockenbau ausgebildet. Es wurde ausschliesslich Schweizer Holz verwendet. Die Bauzeit dauerte nur gerade zwölf Wochen.
Die Hülle bildet eine offene Holzschalung bestehend aus dunkelbraun imprägnierten Latten in unregelmässigen Lattenbreiten, aber konstanten Fugen vor einer blau bzw. grün gestrichenen Holzplatte. Je nach Lichteinwirkung erscheint die Fassade weich, durchlässig und lässt das Blau oder Grün durchscheinen oder das Volumen erscheint geschlossen, monolithisch. Die Fenster sind so eingesetzt, dass innen nur die Glasleiste sichtbar ist, was den ungehinderten Blick in die weitläufige Landschaft gewährleistet.




