Kost

Umbau in Oberwil ZG

Aus drei Zimmern mach eines

Holzständerbauten können mit vernünftigem Aufwand und innert kurzer Zeit veränderten Bedürfnissen ihrer Bewohner angepasst werden: Ein Einfamilienhaus für den Zweipersonenhaushalt.

Die Eltern der heutigen Bewohner bauten das Haus in Oberwil 1963 für sich und ihre zwei Kinder. Der einfache Holzständerbau mit Flachdach auf einem betonierten Sockelgeschoss war mit seinen offenen Räumen und der grossflächigen Verglasung für die damalige Zeit äusserst modern. Deshalb fand das vom Architekten Walter Flueler entworfene Haus seinen Platz im Zuger Bautenführer (1992, Bauforum Zug, Verlag Werk AG, Zürich).

Nach dem Generationenwechsel wurden die drei kleinen Zimmer des Originalhauses obsolet. Dank der Stützenkonstruktion konnten die Zwischenwände einfach entfernt werden – es entstand ein einziges, grosszügiges Schlaf- und Arbeitszimmer mit direktem Zugang zum Bad, das ebenfalls vollständig erneuert wurde. Der Raum wurde mit speziell gestaltetem Mobiliar eingerichtet. Neue Schiebeläden aus vertikalen Holzlamellen verhindern Einsicht von den in den letzten Jahren entstandenen Nachbarhäusern.

Paralell zu den räumlichen Veränderungen wurde die offene Küche erneuert, neue Bodenbeläge (Wollteppich und Pandomo-Gussbelag in den Nassräumen) eingebaut und das Flachdach erneuert. Nach dem Umbau wirken die Räume genau so selbstverständlich wie vorher – ein Qualitätsmerkmal von sorgfältigem Umgang mit gebauter Substanz.

 
Baujahr
2008

Ort
Oberwil ZG

Bauherrschaft
Private Bauherrschaft

Im Auftrag enthalten
Wärmedämmtechnische Massnahmen an Dach und Fassade, Innenausbau, Schiebeläden Fenster, Leitung der kompletten Sanierungsarbeiten

Informationen
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